Sommerhimmel

Die kurzen Nächte im Sommer haben einiges am Himmel zu bieten.

Die sommerliche Milchstraße glänzt in einer mondlosen Nacht in voller Pracht. Zentral ist das leicht auffindbare gleichschenklige Sommerdreieck aus den Hauptsternen Wega, Deneb und Atair zu sehen.

Am 27. Juli 2018 erwarten uns besondere Himmelsspektakel:

Eine totale Mondfinsternis ist bei klarem Wetter gut sichtbar. Der Mond geht um 20.58 Uhr bereits verdunkelt auf. Die Hauptphase der Finsternis ist jedoch in voller Länge sichtbar. Sie dauert von 21.30 Uhr bis 23.13 Uhr an.  Die maximale Verdunkelung ist um 22.21 Uhr.

Hierzu findet in meiner Sternwarte eine entsprechende Veranstaltung statt. Ich bitte um  Anmeldung per Telefon oder E-Mail.

Der rote Mars kommt der Erde an diesem Tag besonders nah und ist strahlend hell.

Die Riesenplaneten Jupiter und Saturn stellen ein lohnendes Beobachtungsobjekt in diesen Sommermonaten dar. Der Ringplanet Saturn befindet sich im Sternbild Schütze und ist deshalb leider nur dicht über dem Horizont sichtbar.

Am 17. August 2018 leuchtet die Venus sehr hell. Man erblickt sie kurz nach Sonnenuntergang in Richtung Westen.

Im September besteht die Möglichkeit einen Kometen zu sehen. Die Helligkeitsvorhersagen für Kometen sind sehr unsicher. In meiner Sternwarte ist er mit dem Teleskop im Sternbild Fuhrmann Nahe des Hauptsterns Capella sicher auffindbar.

heller Komet wird im Dezember erwartet.

Beobachtungen sind nach vorheriger Anmeldung möglich.

In diesem Jahr herrschen bei Neumond sehr gute Beobachtungsbedingungen um den eindrucksvollen Perseidenmeteorschauer zu sehen. Die größte Aktivität der Sternschnuppen wird am 13. August morgens um 2.55 Uhr erwartet. Die Sternschnuppen verursacht der Staubschweif des Kometen 109 P/Swift-Tuttle.

Die kurzen Nächten im Sommer bieten eine gute Gelegenheit leuchtende Nachtwolken, die silbernen Schleier am Nordhimmel, zu beobachten. Sie entstehen in 80-85 km Höhe, bestehen aus Eiskristallen und werden in hellen Sommernächten von der Sonne angestrahlt wenn diese 6-16 Grad unter dem Horizont steht. Die Entstehung der Nachtwolken in dieser Höhe ist noch nicht restlos geklärt. Eine Theorie besagt, dass sie beim Verglühen von kleinen Meteoroiden entstehen.